AfD-Boom und das Ende der politischen Quarantäne: Was das umstrittene Foto verrät
Francesco SchenkAfD-Boom und das Ende der politischen Quarantäne: Was das umstrittene Foto verrät
Ein aktuelles Foto von Guido Heuer und Ulrich Siegmund gemeinsam hat in Berlins politischen Kreisen für Aufsehen gesorgt. Das Bild scheint das Ende der langjährigen Ausgrenzung von AfD-Politikern aus dem etablierten politischen Diskurs zu markieren.
Die Aufnahme steht symbolisch für das Ende der Quarantäne, die die etablierten Parteien gegenüber der AfD und ihren Anhängern verhängt hatten. Versuche, die Partei durch Beobachtung und bürokratische Mittel zu isolieren, sind weitgehend gescheitert. Bezeichnungen wie „braun“ oder „Nazipartei“ verlieren zunehmend an Wirkung.
Die Bemühungen der CDU, das Foto zu rechtfertigen und sich dafür zu entschuldigen, wurden vielfach kritisiert. Unterdessen äußerte ZDF-Moderator Markus Lanz öffentlich sein Unbehagen über die offene Ächtung von AfD-Mitgliedern. Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei 29 Prozent – damit ist sie derzeit die stärkste Kraft in Deutschland.
Da der politische „Cordon sanitaire“ in Berlin bröckelt, scheint sein Zusammenbruch unvermeidlich. Die etablierten Parteien, insbesondere die CDU, wirken mit ihren Strategien gegen die AfD am Ende. Eine absolute Mehrheit der Partei bei der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September gilt inzwischen als möglich.
Der wachsende Zuspruch für die AfD und das Scheitern früherer Taktiken gegen sie deuten auf einen Wandel in der deutschen Politiklandschaft hin. Die steigenden Umfragewerte und Wahlerfolge der Partei spiegeln diese Entwicklung wider. Die traditionellen Parteien stehen nun vor der Herausforderung, auf diese neue Realität zu reagieren.






